Alles eine Frage guter Logistik

Ohne gut funktionierende Logistik würde ein Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor nicht lange am Markt bestehen. Dass sich die STANDARD Gebäude­reinigung Jacobs GmbH gut darauf versteht, bestätigt auch die lange Tradition des Unternehmens. Ein Grund, dem Thema Logistik einmal genauer nachzuspüren.

Nach der automobilen Industrie und dem Handel zählt die Logistik in Deutschland mit mehr als 2,9 Millionen Beschäftigten zu den größten Wirtschaftsbereichen. 2014 erwirtschafte die Branche etwa 235 Milliarden Euro Umsatz, so die Initiative der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Im selben Jahr hat die Weltbank in ihrem Logistics Performance Index (LPI) Deutschland zum Logistik-Weltmeister ernannt. Die Organisation sieht es in dieser Studie als wichtigste Aufgabe für eine funktionierende Weltwirtschaft an, verstärkt Logistikfachkräfte und Experten für Supply Chain Management auszubilden. Soweit die aktuellen Zahlen. Doch woher kommt eigentlich der Begriff? Und welche Entwicklung hat er genommen? Im Ursprung ist er wortverwandt mit dem altgriechischem „logistik“, das übersetzt „praktische Rechenkunst“ bedeutet. Laut Fremdwörterbuch des Dudenverlag kann die heutige Logistik vom Wortsinn her direkt aus dem Französischen abgeleitet werden und stand zunächst für die Versorgung von Truppen beziehungsweise für das militärische Nachschubwesen. Historisch betrachtet reicht diese Defini­tion bis in die römische Antike zurück. Denn schon römische Legionen besaßen im Gefolge einen Tross, der die Soldaten begleitete und mit Lebensmitteln und Waffennachschub versorgte. Damit eine schnelle Verlegung der Truppen und Versorgungseinheiten möglich war, bauten die Römer die heute noch sichtbaren Militärstraßen. Von dieser frühen Militärlogistik ließen sich Feldherren während der Napoleonischen Kriege und später während des Ersten sowie Zweiten Weltkriegs inspirieren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das militärische und zivile Transportwesen zunehmend motorisiert, fortan wurden auf Straßen gewaltige Materialmengen bewegt.

Jünemann: Der logistische Auftrag

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Strukturen der Logistik zunehmend auf die Wirtschaft übertragen. Güter müssen transportiert, gelagert, bereitgestellt, beschafft und verteilt werden. Reinhard Jünemann, der als Mitbegründer der industriellen Logistik gilt und gern als „Materialfluss-Papst“ in Deutschland bezeichnet wurde, formulierte Ende der 1980er-Jahre die Aufgaben der Logistik folgendermaßen: „Der logistische Auftrag besteht darin, die richtige Menge, der richtigen Objekte als Gegenstände der Logistik (Güter, Personen, Energie, Informationen), am richtigen Ort (Quelle, Senke) im System, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität, zu den richtigen Kosten zur Verfügung zu stellen.“ Mithilfe der Logistik und gut organisierter Distribution der Waren konnten Unternehmen bereits in den 1960ern ihren Umsatz um bis zu 50 Prozent steigern. In den 1970ern widmeten sich eigenständige Logistikabteilungen Aufgaben wie Transport, Umschlag und Lagerung. Ab den 1980ern gewann die Logistik die Bedeu­tung einer Querschnittsfunktion im Unternehmen. Prozessoptimierungen wurden vorangetrieben. Ein Jahrzehnt später galt es, die komplette Wertschöpfungskette zu verbessern. Ab 2000 traten lose Logistiknetzwerke in den Fokus. Die unterschiedlichen Prozessbeteiligten sollen durch optimales Wirtschaften in ihrem Bereich einen Mehrwert für das gesamte Netzwerk schaffen. Aus dieser Entwicklung heraus wird heute die Logistik in sechs unterschiedliche Fachdisziplinen untergliedert, darunter die Beschaffungs-, Distributions- und Informationslogistik. Zahlreiche Hochschulen bieten Studiengänge wie Wirtschaftsingenieurwesen und Betriebswirtschaftslehre mit hohen Logistikanteilen an. Sie sichern den Bedarf an Fachkräften, die für effizientes Management notwendig sind. Arbeitgeber und klassische Branchenvertreter mit besonders vielschichtigen Logistikprozessen sind Flughäfen. Hier müssen Abläufe nicht nur effizient und reibungslos erfolgen, sondern auch noch höchste Sicherheit berücksichtigen. Notwendige Sicherheitsmaßnahmen greifen dort ebenso in die Logistik externer Dienstleister wie die von einem Gebäudereinigungsunternehmen.

 „Der logistische Auftrag besteht darin, die richtige Menge, der richtigen Objekte als Gegenstände der Logistik (Güter, Personen, Energie, Informationen), am richtigen Ort (Quelle, Senke) im System, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität, zu den richtigen Kosten zur Verfügung zu stellen.“

Reinhard Jünemann

Standorte für eine einwandfreie Logistik

Bei der STANDARD Gebäudereinigung kommen typische logistische Funktionsbereiche zum Tragen wie die Koordination von Prozessen, die Organisation von Personal oder Bestandsmanagement. Ebenso spielt der Standort eine wesentliche Rolle: Es muss schließlich sichergestellt sein, dass Personal, Arbeits- und Reinigungsmittel sowie Geräte und Maschinen zur richtigen Zeit am rechten Ort sind. Die STANDARD Gebäudereinigung wägt daher immer genau ab, an welchen Ausschreibungen sie teilnimmt und ob sie in der jeweiligen Region die Voraussetzungen für eine hochwertige Dienstleistung mitbringt. Über den Hauptsitz in Saarbrücken hinaus unterhält das Unternehmen fünf weitere feste Servicebüros: in Pirmasens, Kaiserslautern, Trier, Ludwigshafen und Mainz. Mehr als ein Dutzend erfahrene Objektleiter gewährleisten dort eine intensive Betreuung. Bei Fragen oder Wünschen treten sie zeitnah mit dem Kunden in Kontakt.

Grüne Logistik schützt die Umwelt

Der Standort ist darüber hinaus für die sogenannte grüne Logistik relevant. So lassen sich unnötig lange Anfahrtswege vermeiden. Denn durch Logistik wird das Treibhausgas CO2 verursacht. 5,5 Prozent sind es weltweit, die ihr zugschrieben werden. Davon entfallen 75 Prozent auf den Transportsektor und 25 Prozent auf Förder-, Lager- und Kommissionierprozesse. Verantwortungsvolle Unternehmen haben bereits begonnen, emissionstreibende Prozesse zu ermitteln und mit entsprechenden Maßnahmen die klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren. Im Bereich des Transports setzt die STANDARD Gebäudereinigung auf energieeffiziente Fahrzeuge und Fahrerschulungen, denn durch eine wirtschaftliche Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch um immerhin acht bis zehn Prozent senken.  Die umweltfreundlichen Maßnahmen sind das Ergebnis einer intensiven Überprüfung der logistischen Prozesse, die die  STANDARD Gebäudereinigung im Zuge der Zertifizierung nach ISO 14001 vorgenommen hat. Sie ist Teil eines Integrierten Managements, mit dem es dem Unternehmen gelingt, die Ziele der Logistik optimal zu erfüllen: Während Kosten in den Strukturen gesenkt werden können, zeichnen sich die erbrachten Leistungen durch eine gleichbleibend hohe Qualität aus.