Sicherheitszone Flugzeug

Tägliche Linienflüge nach Berlin und Hamburg, Charterflüge nach Mallorca oder Antalya – der internationale Flughafen Saarbrücken ist mit nur einer Start- und Landebahn recht klein, aber für die Region und auch für die Menschen aus dem Nachbarland Frankreich ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Wie an jedem Flughafen ist hier Sicherheit oberstes Gebot. Das stellt auch besonderen Anforderungen an die Standard-Reinigungsteams.

Die Atmosphäre im Flughafen ist hell und sauber. Das vermittelt Sicherheit und so ist es auch: Flughäfen werden durch Sicherheitsmaßnahmen umfassend geschützt. Nicht nur Passagiere werden vor ihrer Reise gründlich überprüft. Das betrifft ebenso das gesamte Personal – auch das externer Dienstleister. Am Flughafen Saarbrücken ist die Standard Gebäudereinigung Jacobs GmbH mit dem Säubern vieler Bereiche beauftragt, darunter Sicherheitszonen wie der Warteraum zum Gate nach der Luftsicherheitskontrolle oder das parkende Flugzeug auf dem Vorfeld der Landebahn. Doch bevor ein Mitarbeiter von der Standard Gebäudereinigung Zugang zu diesen Bereichen erhält, muss er speziell ausgebildet werden. Und das dauert bis zu sechs Wochen.

Der Pilot hat absolute Hoheit

Zunächst aber ist für alle Mitarbeiter eine Zuverlässigkeitsüberprüfung Pflicht, die im Saarland vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr vorgenommen wird. Ist alles in Ordnung, erhält der Anwärter einen Flughafenausweis. Damit ist der erste Schritt getan. Dann folgt die Sicherheitsprüfung mit zahlreichen Fragen, zum Beispiel wie man sich bei Unfällen verhält. „Man lernt, dass der Pilot in seinem Flugzeug absolute Hoheit be- sitzt“, sagt Karin Jacobson. Sie ist Prokuristin der Standard Gebäudereinigung. „Da wir auch die Flugzeuge reinigen, müssen unsere Mitarbeiter einen Vorfeldführerschein machen, um zur geparkten Maschine zu gelangen.“ Die Regeln auf dem Vorfeld sind nicht mit denen der klassischen Straße zu vergleichen – dort rollen in der Regel auch keine Flugzeuge, die hier immer Vorfahrt genießen. Grundsätzlich darf die Reinigungs-Crew mit ihrem Fahrzeug erst zum Flugzeug, wenn sie explizit per Funk die Erlaubnis erhalten haben. Ist die Autorisierung erteilt, reihen sich die Fahrzeuge von Standard in die logistischen Prozesse rund um das gelandete Flugzeug ein. Denn in diesem Moment sind mehrere Gewerke gleichzeitig aktiv: Gepäck wird ent- und neues wieder beladen, die Maschine betankt, das Catering aufgefrischt. Flugzeugtechniker kontrollieren die Maschine. Das Reinigungsteam muss im Fahrzeug so lange warten, bis der letzte Passagier das Flugzeug verlassen hat und sie an Bord dürfen. Dann heißt es die Maschine schnell wieder flott für die nächsten Fluggäste machen. Landen mehrere Maschinen gleichzeitig, ist besondere Eile geboten. Bleibt ein Flugzeug über Nacht, wird es grundgereinigt. So können sich Passagiere auf ihrem Flug auch durch Sauberkeit geborgen fühlen.